Covid-19 und Ihr Herz: Wer ist ein Risikopatient?

Wir wissen inzwischen alle, dass die Infektion mit Covid-19 von ganz harmlos bis tödlich verlaufen kann. Besonders gefährdet scheinen Risikopatienten (Alter>60, Vorerkrankungen) zu sein. Die Covid-19 Infektion geht oft mit Gefäßentzündungen einher, nicht nur in der Lunge, sondern auch in anderen Organen wie z.B. dem Herz.

In einem aktuellen Artikel der Fachzeitschrift der European Society of Cardiology für präventive Cardiologie fassen die Autoren die aktuelle Forschungslage zusammen: Einige Covid-19 Patienten zeigen auch kardiologische Symptome, wie Arrhythmien oder akutem Koronarsyndrom. Aktuell lässt sich aber noch nicht sagen, ob es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen diesen Herzbeschwerden und der Covid-19 Infektion gibt. Aber selbst wenn dieser nicht besteht und es sich „nur“ um Komplikationen handelt, wie sie auch bei allen anderen Krankheiten durch eine Belastung des Herz-Kreislaufsystems auftreten können:

Sind die Gefäße bereits vorgeschädigt mit Plaques oder Verkalkungen können besonders leicht Ereignisse wie Herzinfarkt oder der plötzliche Herztod ablaufen. Das gilt insbesondere, wenn keine schützenden Medikamente im Einsatz sind. Mehr denn je, liegt uns deshalb unsere Kampagne „Kampf-dem-Herzinfarkt“ am Herzen: Wir empfehlen Ihnen eine Kalkscore Untersuchung des Herzens, um Sicherheit über das eigene Risiko für einen Herzinfarkt zu bekommen. Bei auffälligem Befund kann eine medikamentöse Therapie Sie vor einem Herzinfarkt schützen!

Verständlich erklärt: Video zur Darmkrebsvorsorge

Rund 5.000 Mal ist das neue Video der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte angeschaut worden, seit es vor vier Monaten auf Youtube hochgeladen worden ist. Auch in unseren News finden Sie bereits den Link. Damit beschreiten die Fachärzte neue Wege, um die Bevölkerung über Vorsorgemöglichkeiten zu informieren.

Weil sie in vielen Fällen tatsächlich Darmkrebs verhindern kann, ist die Darmspiegelung (Koloskopie) zurzeit die effektivste Vorsorgeuntersuchung, die die Medizin zu bieten hat. Dennoch wird das Angebot der gesetzlichen Krankenkassen nicht so oft in Anspruch genommen, wie es wünschenswert wäre. Die Bereitschaft, für so eine wichtige Untersuchung zum Arzt zu gehen, wird in Zeiten von Corona auf eine zusätzliche Probe gestellt. „Deshalb ist es uns wichtig, immer wieder auf die hohen Hygienestandards in unseren Praxen hinzuweisen“, erklärt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz. „Wir haben alle Maßnahmen ergriffen, die darüber hinaus erforderlich sind, um das Übertragungsrisiko so klein wie möglich zu halten.“

„Die Menschen zögern aus den unterschiedlichsten Gründen, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen“, stellt Dr. Hohn fest. „Mit unserem Video wollen wir die unbegründete Scheu vor der Untersuchung nehmen, indem wir die Abläufe detailliert und verständlich erklären. Wir haben dafür eine eingängige und ansprechende Form gesucht, die offenbar bei den Videobetrachtern ankommt.“

Das Video finden Interessierte auch auf der Webseite der Magen-Darm-Ärzte unter www.magen-darm-aerzte.de oder direkt auf dem YouTube Channel des bng unter https://www.youtube.com/watch?v=13TcVjD9TSo. Auf dem Webportal gibt die Sprecherin des Verbandes, Dr. Dagmar Mainz, darüber hinaus Antworten auf die häufigsten im Zusammenhang mit der Darmspiegelung gestellten Fragen.

Tipps der Deutschen Herzstiftung für den Umgang mit Corona

Was bedeutet Corona für Herzpatienten? Die Deutsche Herzstiftung bietet auf Ihrer Homepage ausführliche Informationen, wie man sich als Herzpatient am besten vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen kann. Zwar bedeutet eine  Herzkrankheit bei einer Ansteckung mit Coronaviren oft ein besonders hohes Risiko für einen schwereren Verlauf. Allerdings kann man dieses Risiko meist deutlich senken, wie die Herzstiftung ausdrücklich betont.

Die Deutsche Herzstiftung weist darauf hin, dass man als Herzpatient im Auge behalten sollte, dass Covid-19 nicht nur als Atemwegserkrankung in Erscheinung treten kann. Oft werden neben der Lunge auch andere wichtige Organe wie z. B. das Herz in Mitleidenschaft gezogen. Bei Covid-19, wie die Erkrankung der aktuellen Pandemie offiziell heißt, kann es zu einer direkten Schädigung des Herzens kommen, indem die verantwortlichen SARS-CoV-2-Viren z. B. die Herzkranzgefäße befallen. Diese wichtigen Blutgefäße versorgen den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut. Ebenso ist eine Herzmuskelentzündung (= Myokarditis) möglich, was nach den bisherigen Zahlen aber eher selten der Fall ist.

Für alle gilt, dass eine Infektion mit Coronaviren auch ohne einen direkten Befall des Herzens zu einer enormen Belastung des Herz-Kreislauf-Systems führen kann. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber wegen der aktuellen Ausbreitung von Covid-19 nun besonders dringend zu empfehlen ist laut der Deutschen Herzstiftung, sein Herz in einen bestmöglichen Zustand zu bringen. Dazu kann man selbst mehr beitragen, als viele zunächst denken.

Details zu den schützenden Maßnahmen finden Sie unter:  https://www.herzstiftung.de/corona-was-herzpatienten-wissen-muessen.html

Zusammengefasst gibt es folgende Empfehlungen:

Auf schützende Medikamente achten:  Vor allem wird die gewissenhafte Einnahme der Herz-Kreislauf-Medikamente, wie man sie von seiner Ärztin oder seinem Arzt verschrieben bekommen hat, betont. Die Wirkstoffe sorgen oft nicht nur für einen wirksamen Schutz des Herzmuskels, sondern führen mit der Zeit auch zu einem effizienteren Herzschlag.

Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung: Ein gesunder Lebensstil zählt bei vielen Herzkrankheiten zu den allerwichtigsten Grundpfeilern, um sein Herz in eine bestmögliche Form zu bringen. So verfügt man bei einer eventuellen Corona-Erkrankung über ein möglichst widerstandsfähiges und leistungsfähiges Herz mit entsprechenden Reserven. 

Grundsätzlich sollte man sich immer bewusst machen: Der allerbeste Weg, um derzeit einen schweren Covid-19-Verlauf zu verhindern, ist die Vermeidung einer Ansteckung. Dieser Satz mag zwar banal klingen, allerdings setzen sich viele gefährdete Menschen nach wie vor einer unnötigen Ansteckungsgefahr aus. Die Herzstiftung bestärkt daher alle Herzpatienten ausdrücklich darin, zur Infektionsvermeidung das Thema Abstandhalten tatsächlich ernst zu nehmen und etwa beim Einkaufen die Angebote anzunehmen, wie sie derzeit vielerorts von Nachbarn und Verwandten organisiert werden.

Treten dennoch erste Symptome auf (z. B. Fieber mit trockenem Husten), sollten Herzpatienten frühzeitig ihre Ärztin oder ihren Arzt kontaktieren. Die Symptome von Covid-19 können auch den Beschwerden einer Herzerkrankung stark ähneln. Denn die Atemnot, wie sie bei einer Lungenentzündung häufig vorkommt, kann fast identisch aussehen wie bei einem geschwächten Herzmuskel. Als Herzpatient sollte man daher eine Zunahme von Atembeschwerden nicht leichtfertig als normale und womöglich unbedeutende Schwankung der Herzkrankheit abtun!

Bleiben Sie gesund!

Aktuell: Engpässen vorbeugen – Normalisierung mit Augenmaß

Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) dringt auf eine Exit-Strategie für zurückgefahrene endoskopische Leistungen in den Facharztpraxen. „Es geht jetzt darum, langsam und mit Bedacht zur Normalität zurückzukehren“, sagt Verbandschef Dr. Albert Beyer. „Es darf nicht geschehen, dass eine Verschiebung erforderlicher Darmspiegelungen Diagnosen verzögert und damit einen Krankheitsverlauf zum Beispiel bei Darmkrebs mit vermeidbaren Risiken belastet.“

Die COVID 19-Pandemie hat  Magen-Darm-Ärzte dazu gezwungen, endoskopische Leistungen gemäß dem Positionspapier der europäischen Fachgesellschaft (ESGE) und den Empfehlungen des RKI einzuschränken. Während Österreich angesichts der Stabilisierung und des Rückgangs der Erkrankungen die Durchführung aller endoskopischen Untersuchungen inzwischen wieder erlaubt und auch in Deutschland beispielsweise das Brustkrebs-Screening wieder anläuft, wird es für Magen- und Darmspiegelungen keine offizielle Erlaubnis geben. Die Entscheidung hierzu liegt bei jedem Praxisinhaber selbst.

Eine repräsentative Umfrage unter 342 von 861 bng-Mitgliedspraxen hat gezeigt, dass fast alle Praxen dank der üblichen hohen Hygienestandards trotz Pandemie weiter für ihre Patienten da waren. Mehr als 80 Prozent der befragten Magen-Darm-Ärzte berichteten allerdings, dass die Nachfrage nach Vorsorge-Darmspiegelungen in den letzten Wochen zurückgegangen ist. Im Schnitt sind pro Woche und Praxis 23 Vorsorge-Koloskopien entweder von den Patienten abgesagt oder von den Ärzten verschoben worden. Bei den kurativen Koloskopien haben im Schnitt 24 geplante Untersuchungen nicht stattgefunden.

Die Magen-Darm-Ärzte haben Schutzmaßnahmen für Ihr Personal und ihre Patienten eingeführt. Entzerrung von Wartezeiten, Einschränkung von Begleitpersonen und Abstands- und Verhaltensregeln für Patienten sorgen für die größtmögliche Sicherheit in den Praxen. Unter diesen Bedingungen bieten 78 Prozent der Praxen bereits seit 01.05.2020 Vorsorgeuntersuchungen wieder an. „Die Wiederaufnahme der planbaren Untersuchungen und der Vorsorge-Darmspiegelungen macht deutlich, dass die ambulante Versorgung wieder läuft und funktioniert“, erklärt Dr. Beyer. „Sie ist ein klares Signal, dass niemand die Darmspiegelung zur Vorsorge gegen Darmkrebs vor sich her schieben muss.“

Eine anschauliche Information zur Vorsorge-Koloskopie finden Sie unter:

https://www.magen-darm-aerzte.de/

Für weitere Fragen sind wir gerne telefonisch für Sie da. Sie erreichen unsere gastroenterologische Praxis unter 0911 32 38 44 0. Wir freuen uns auf Sie!

Darmkrebs-Vorsorge wirkt – die Erkrankungsrate sinkt

Das Robert Koch-Institut sagt sinkende Erkrankungsraten voraus: Rund 23.250 Menschen werden im Jahr 2020 in Deutschland an Darmkrebs versterben. Das sind zu viele, aber immerhin rund 1.700 weniger als in 2015. Diese Abnahme zeigt den Erfolg des Darmkrebs-Vorsorge-Programms. Andererseits könnte Darmkrebs in viel mehr Fällen verhindert werden.

Darmkrebs ist eine schleichende Erkrankung, die anfangs meist unbemerkt bleibt. Er entsteht aus Vorstufen, die aus Veränderungen in der Darmschleimhaut – Polypen bzw. Adenomen – hervorgehen. Das Risiko einer Erkrankung steigt ab dem 50. Lebensjahr immer weiter an. Wenn bereits nahe Verwandte an Darmkrebs erkrankt sind, ist das Risiko noch erhöht. Im Zuge einer Darmspiegelung sucht und entfernt der Arzt alle Polypen, aus denen eine Krebserkrankung hervorgehen könnte. In den seltenen Fällen, in denen eine bereits bestehende Darmkrebserkrankung entdeckt wird, bedeutet die frühzeitige Erkennung größere Heilungschancen.

„Männer versterben früher und öfter an Darmkrebs als Frauen“, stellt Dr. Jens Aschenbeck, der Darmkrebs-Experte vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte fest. „Die Vorhersage für 2020 ändert trotz weiter sinkender Erkrankungs- und Sterberaten daran nichts. Zugleich weisen wir seit Jahren darauf hin, dass Frauen häufiger die Vorsorgeangebote der Krankenkassen, insbesondere die Vorsorge-Darmspiegelung, in Anspruch nehmen. Dabei sollte es aufgrund der Zahlen gerade für Männer ein besonderes Anliegen sein, die Chance, Darmkrebs zu verhindern, zu nutzen.“

Seit Mitte April letzten Jahres können Männer schon ab 50 Jahren eine Vorsorgekoloskopie erhalten. Im Rahmen einer aktuellen Umfrage unter den niedergelassenen Magen-Darm-Ärzten haben mehr als die Hälfte den Eindruck, dass seither mehr Männer zur Vorsorge kommen. Aber es bleibt Luft nach oben. Wann vereinbaren Sie einen Termin?

Quelle im Internet:http://www.magen-darm-aerzte.de

Vorsorge-Darmspiegelung: Jetzt schon für Männer ab 50

Seit dem 19.04.2019 können Männer schon mit 50 Jahren eine Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs in Anspruch nehmen. Damit wird endlich der Tatsache Rechnung getragen, dass das Erkrankungsrisiko bei Männern bereits ab 50 deutlich ansteigt. Bei Frauen bleibt die Altersgrenze für die Vorsorge-Darmspiegelung bei 55 Jahren.

Nach wie vor haben Frauen und Männer ab 50 Jahren einen Anspruch auf einen immunologischen Test auf Blut im Stuhl. Ist dieser auffällig, ist eine anschließende Darmspiegelung zur Abklärung einer möglichen Darmkrebserkrankung erforderlich. „Sehr froh sind wir darüber, dass im Juli endlich das lang erwartete und von allen Experten einhellig empfohlene Einladungsverfahren zum Darmkrebs-Screening umgesetzt werden soll“, erklärt Dr. Dagmar Mainz, die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. „Der Kampf gegen den Darmkrebs trägt nur dann Früchte, wenn die Menschen das Vorsorge-Angebot annehmen. Deshalb ist es wichtig, sie auf den Nutzen hinzuweisen. Denn die Vorsorge-Koloskopie ist eine der wenigen Maßnahmen, um Krebs tatsächlich effektiv zu verhindern!“

Weitere regelmäßige Informationen finden Sie auch auf der Internet-Seite: www.bng-gastro.de. Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie einen Termin vereinbaren? Rufen Sie uns an unter: 0911 / 32 38 44 20.

Weltkrebstag 2019: Vorsorgetermin vereinbaren

Zum Weltkrebstag rückte das Thema Darmkrebsvorsorge in den Fokus der Medien. Für den Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e. V und die Stiftung LebensBlicke ein guter Anlass, um auf die Aktion „Vorsorgetermin“ aufmerksam zu machen: Ein Anruf zur Terminvereinbarung genügt, um den ersten Schritt für eine effektive Darmkrebsvorsorge zu machen. „Darmkrebs steht auf der Liste der […]

HRV-Biofeedback im Forum Spitzenmedizin

Unsere Studie zur Wirksamkeit von HRV-Biofeedback bei Herzinfarkt-Patienten steht kurz vor dem Abschluss. Inzwischen hat sie auch überregional Aufmerksamkeit in den Medien erregt: Für die Beilage FORUM SPITZENMEDIZIN der Süddeutschen Zeitung vom 28. Juni 2018 wurden Dr. med. Martin Laser und Frau Dipl.-Psych. Anja Limmer interviewt. In leicht verständlichen Worten stellt der Artikel das Wirkprinzip des Entspannungstrainings mit HRV-Biofeedback dar. Auch der Hintergrund der Studie, nämlich eine gerade nach einem Herzinfarkt nahe liegende Methode des in den Leitlinien geforderten Stressmanagements zu untersuchen, wird ausführlich erläutert.

Ob sich die bewährte Entspannungsmethode auch direkt auf Risikoparameter des Herzinfarkts auswirkt und so zur Prävention eines erneuten Herzinfarktes beiträgt, werden wird in den kommenden Wochen auswerten. Möchten Sie mehr erfahren?

Hier finden Sie den Artikel:  http://www.sueddeutsche.de/app/szbeilagen/nas/sv1/outbox_pdf/Forum__Spitzenmedizin_Juni_2018.pdf

Herzinfarkt? Am besten vorbeugen!

Ein aktueller Online-Artikel des Magazins „GEO“ weißt darauf hin, dass sich 75% der Herzinfarkte recht einfach vermeiden ließen. Neben den klassischen Risikofaktoren, wie Rauchen, Übergewicht, zuwenig Bewegung und unausgewogene Ernährung,  wird dort auch der Einfluss psychischer Belastungen transparent gemacht. Und die Botschaft ist für alle gleich: Vorbeugen ist besser als Nachsorgen.

Speziell zur messbaren Wirkung von Entspannung bei Patientinnen und Patienten nach einem Herzinfarkt, ist unsere Studie zu HRV-Biofeedback nun in der Schlussphase angelangt. Falls auch Sie etwas für Ihre Herzgesundheit nach einem Infarkt tun wollen, melden Sie sich jetzt: Es sind nur noch 10 Plätze frei.

Warum Biofeedback zur Herzratenvariabilität (HRV)?

  • Neben einer bewussten Ernährung, Nikotinverzicht, Sport & Co. werden Entspannungsverfahren zwar bei koronaren Herzkrankheiten empfohlen, aber außerhalb der Reha-Einrichtungen selten systematisch praktiziert.
  • Eine hohe Herzratenvariabilität (HRV) geht mit einem deutlich niedrigerem Risiko, dass ein erneuter Infarkt auftritt, einher.
  • Mit Biofeedback werden Verfahren bezeichnet, die dem Nutzer bisher unbewusste oder unwillkürliche Reaktionen des Körpers z. B. visuell zurückmelden. Mit einem mobilen Trainingsgerät kann beim HRV-Biofeedback so die Veränderung der Herzrate durch grünes oder rotes Leuchten sichtbar gemacht werden.

Wie funktioniert HRV-Biofeedback?

Wie viele andere Entspannungsverfahren basiert HRV-Biofeedback auf einer ruhigen Atmung. Das handtellergroße Biofeedback-Gerät gibt durch ein Licht die optimale Atemfrequenz vor. Gleichzeitig errechnet das Gerät aus dem Puls, wie stark der Abstand zwischen den Herzschlägen schwankt. Je nach Höhe der so gemessenen Herzratenvariabilität, leuchtet die Kugel rot oder grün. Diese Rückmeldung beschleunigt den Lernprozess, so dass in vergleichsweise kurzer Zeit Erfolge erzielt werden können. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister! Dreimal täglich sollten fünf Minuten trainiert werden – egal ob zuhause, im Büro oder im Zug.

Was kann ich tun, um mehr zu erfahren?

Um die Machbarkeit und die Wirkung des HRV-Biofeedbacks für Patienten nach einem Herzinfarkt zu überprüfen, führen wir mit der Otto-Friedrich-Universität eine wissenschaftliche Studie durch. In deren Rahmen ist es möglich das Entspannungsverfahren kostenfrei zu erlernen, mit dem Trainingsgerät 12 Wochen zu üben und individuelle Rückmeldung über die Ergebnisse und weitere Gesundheitsparameter zu erhalten. Natürlich ist die Teilnahme kostenfrei. Genauere Infos und ggf. einen Termin erhalten Sie unter 0911 32 38 440.