Darmkrebsmonat März – alle Jahre wieder?

Auch dieses Jahr macht die Felix Burda Stiftung mit einer skurril anmutenden Werbekampagne auf den Darmkrebsmonat März aufmerksam: Eine Frau. Am Pool. Ein Schrei! Doch was steckt dahinter?

Handlungsbedarf und Nutzen von Darmkrebsvorsorge erkennen

Es gibt viele Todesarten gegen die man einfach nichts tun kann. Gegen Darmkrebs aber schon! Daher appellieren die Initiatoren mit dem jährlichen Darmkrebsmonat an die Anspruchsberechtigten, die angebotenen Vorsorge- und Früherkennungsleistungen in Anspruch zu nehmen. 2018 steht die Aktion unter dem Motto: „Lass Darmkrebs nicht Dein Schicksal sein!“

Die Aufklärung der Bevölkerung und die Motivation zur unverkrampften Beschäftigung mit dem Thema Darmkrebsvorsorge ist das  Ziel. Seit Einführung der Untersuchung im Jahr 2002 haben bereits über 6,5 Millionen Menschen an der Vorsorgekoloskopie teilgenommen. Dadurch konnten nach Hochrechnungen der Stiftung bis heute circa 120.000 Todesfälle und 250.000 Neuerkrankungen verhindert werden.

Noch immer werden jedes Jahr aber rund 61.000 Menschen in Deutschland neu mit der Diagnose Darmkrebs konfrontiert. Trotz der Präventionsangebote sterben rund 25.400 Menschen jedes Jahr an diesem Krebs, obwohl er als einziger verhindert bzw. geheilt werden kann, wenn er frühzeitig erkannt wird.

Manchmal kann man nicht viel machen. Gegen Darmkrebs schon.

Der Darmkrebsmonat März – eine gemeinsame Initiative der Felix Burda Stiftung, der Stiftung LebensBlicke und des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. – ist der bundesweite Aktionsmonat für die Darmkrebsvorsorge, der in diesem Jahr unter dem Motto steht: „Lass Darmkrebs nicht Dein Schicksal sein!“.

Der eingangs erwähnte Spot „Am Pool“ wird ab Mitte Februar 2018 pro bono auf zahlreichen TV-Sendern ausgestrahlt, die den Darmkrebsmonat März unterstützen. Er erinnert zunächst an die Ästhetik des Films „Der Swimmingpool“ aus den 60er Jahren. Der Zuschauer wird in eine sommerliche Welt an einen privaten Pool hineinversetzt. Eine elegante, wohlhabende und attraktive Frau um die 50 genießt allein die Sonne und einen gewissen Luxus. Die Zeit scheint hier still zu stehen und doch kündigt sich unerwartetes Unheil an. Plötzlich stürzt wie aus dem Nichts ein alter Satellit aus dem Weltraum herab auf die Erde und rast mit brachialer Wucht nicht etwa auf ein freies Feld, sondern ausgerechnet auf unsere Protagonisten zu. Kurz nachdem sie erschrocken nach oben sieht, folgt bereits die Botschaft, dass Darmkrebs kein Schicksal sein muss. Während manche Todesarten schicksalhaft und unvermeidlich sind, kann man gegen Darm­krebs selbst etwas tun: Man kann ihn durch Vorsorge verhindern und so seinem Schicksal ein Schnippchen schlagen.

Wann waren Sie zuletzt zur Vorsorge?

Eckart von Hirschhausen als Schirmherr: Darmkrebsmonat 2017

Die Stiftung LebensBlicke zur Unterstützung der Früherkennung von Darmkrebs, konnte Dr. Eckart von Hirschhausen als prominenten Befürworter ihrer Aktivitäten gewinnen. Zudem wird der medienbekannte Mediziner, Komiker und Moderator der neue Schirmherr für den Darmkrebsmonat 2017  im März sein. Das Motto dieser Aktion lautet: „Keine bösen Überraschungen… – Information und Motivation zur Vorsorge und Früherkennung sind unser Ziel”.

Dr. Eckart von Hirschhausen unterstützt die Stiftung mit dem Statement: „Bringen Sie Licht dorthin, wo die Sonne nie scheint! Mit einer Darmspiegelung kann Krebs früh erkannt und dann oft geheilt werden. Gerade wenn Sie jemanden in der Familie haben mit Darmkrebs, kann diese Untersuchung Ihr Leben retten. Gehen Sie zur Darmspiegelung – man gönnt sich ja sonst nichts!

Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke ergänzt: „Die Regelversorgung sieht neben der Darmspiegelung auch den immunologischen Test auf nicht sichtbares But im Stuhl vor, der deutlich empfindlicher ist als der bisher eingesetzte Test.“

Dr. Eckart von Hirschhausen (Jahrgang 1967) studierte Medizin und Wissenschaftsjournalismus in Berlin, London und Heidelberg. Seine Spezialität: medizinische Inhalte auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln und gesundes Lachen mit nachhaltigen Botschaften zu verbinden. Seit über 20 Jahren ist er als Komiker, Autor und Moderator in den Medien und auf allen großen Bühnen Deutschlands unterwegs. Durch die Bücher „Arzt-Deutsch“, „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“, „Glück kommt selten allein…“ und „Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist“ wurde er mit über 5 Millionen Auflage einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Sein neues Buch „Wunder wirken Wunder“ wirft einen humorvollen Blick auf die bunte Wunderwelt der Heilkunst.

Vermeiden statt Leiden

Dieses Ziel verfolgt die Stiftung LebensBlicke nicht nur durch die Unterstützung der Früherkennung von Darmkrebs, sondern auch durch die Förderung der Prävention. Zwar gibt es auch bei Darmkrebs keinen absolut sicheren Schutz. Jeder hat es aber in der Hand, sein Darmkrebsrisiko entscheidend zu senken: Der 3 Punkte-Plan zur Vermeidung von Darmkrebs umfasst richtige Ernährung, einen gesunden Lebensstil (mit Sport und Bewegung, Nichtrauchen etc.) und die Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen. Näheres finden Sie auf den Internetseiten zur Vorsorge (http://www.lebensblicke.de/darmkrebs/vorsorge/).

Informierte Patienten wissen, dass man für Gesundheit etwas tun muss!

Eine aktuelle Umfrage der Bertelsmann Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der niedergelassenen Ärzte informierte Patienten problematisch findet. Für Magen-Darm-Ärzte trifft das allerdings nicht zu, erklärt der Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen. Natürlich sind Informationen aus dem Internet und anderen Quellen selten der Weisheit letzter Schluss. Aber sie sensibilisieren die Menschen für gesundheitliche Risiken und motivieren sie, qualifizierte Hilfe beim Arzt ihres Vertrauens einzufordern:

Schwerwiegende Erkrankungen des Verdauungssystems wie Darm- oder Leberkrebs entwickeln sich oft über lange Zeit ohne typische Beschwerden. Dadurch werden sie häufig erst spät erkannt, so dass die Behandlung schwierig wird. Die Bereitschaft der Menschen, Vorsorgeangebote anzunehmen, hängt entscheidend davon ab, dass sie informiert sind. Wenn sie die Recherche im Internet dazu bringt, Risiken zu erkennen und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, ist dies sehr zu begrüßen. Der informierte Patient ist sich seiner Gesundheitsrisiken bewusst und nutzt seinen Arzt als Ansprechpartner, um Licht in den Dschungel der Internetangebote zu bringen und ihn individuell zu beraten.

Verdauungsprobleme sind ein Grund, im Internet nachzuforschen. Dabei stößt man meist auf verschiedene Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten als Grund für die Beschwerden. Längerfristige einseitige Ernährung und im schlimmsten Fall eine verschleppte Diagnostik einer ernsthaften Erkrankung können resultieren. Die Aufgabe des Magen-Darm-Arztes besteht darin, herauszufinden, was tatsächlich die Ursache für die Beschwerden ist.

Die Magen-Darm-Ärzte wünschen sich nicht den unmündigen Patienten. Deshalb bemüht sich ihr Berufsverband seit Jahren, mit qualifizierten Informationen seriöse Aufklärung zu betreiben. Dazu dient insbesondere das Internetportal www.magen-darm-aerzte.de mit ausführlichen Erklärungen über Verdauungskrankheiten, Untersuchungsmethoden und die Therapiemöglichkeiten. Er findet Antworten auf häufig gestellte Fragen und kann sich über Vorsorgeangebote informieren. Für weitere Informationen stehen Ihnen unsere Magen-Darm-Ärzte gern zur Verfügung.

Neues zur Darmkrebsvorsorge

Fragen, Antworten und Beispiele zur Vorsorge und Früherkennung

Gerade die Darmspiegelung, die für die Darmkrebsvorsorge so wichtig ist, weil sie in vielen Fällen Krebs verhindern kann, verunsichert die Menschen. Sie haben viele Fragen, die sie von der Untersuchung abhalten. Der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen hat deshalb unter www.magen-darm-aerzte.de Antworten für die häufigsten Fragen der Patienten zusammengestellt. Außerdem werden Krankheiten, Diagnosen, Behandlungen und Möglichkeiten der Vorsorge erläutert. Patienten finden bei Bedarf einen niedergelassenen Magen-Darm-Arzt in Wohnortnähe, bei dem sie beispielsweise eine Darmspiegelung zur Darmkrebsvorsorge durchführen lassen können.

Auch die Felix Burda Stiftung verfolgt das Ziel, die Darmkrebsvorsorge im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Als Bindeglied zwischen Ärzten, Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik verbindet die sie die wichtigsten Treiber zum Thema Darmkrebsprävention. Im Rahmen des 15-jährigen Stiftungsjubiläums wurde der Felix Burda Award für besonderes Engagement, betriebliche Prävention und den Bereich Medizin / Wissenschaft verliehen. Um die praktische Umsetzung guter Vorsätze zu unterstützen, bietet die Stiftung auch einen kostenlosen Handlungsleitfaden für die betriebliche Vorsorge und eine App fürs Smartphone. Der Gesundheits-Butler managed die persönliche Gesundheitsvorsorge und erinnert an kostenfreie Arzt-Leistungen.

Apropos Arztleistungen: Bereits ab dem 50. Lebensjahr können gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre einen Test auf Blut im Stuhl in Anspruch nehmen. Damit lassen sich geringe, für das Auge unsichtbare Spuren von verstecktem Blut im Stuhl nachweisen. Solche Blutspuren können Hinweise auf Polypen oder Tumoren sein. Bisher gab es zwei verschiedene Arten von Stuhltests: chemische und die neueren immunologischen. Die Krebsfrüherkennungsrichtlinie soll nun ab 1.10.2016 den immunologischen Stuhltest als gesetzlicher Früherkennungstest aufnehmen, so dass auch gesetzliche Krankenkassen die Kosten übernehmen.

Darmkrebs trifft auch junge Menschen: steigendes Krebsrisiko unter 50

Darmkrebs gilt als typische Erkrankung des Alters und genau darauf sind auch die anerkannten Vorsorgestrategien ausgelegt. In dieses Schema passt allerdings nicht, dass weltweit zunehmend Fälle berichtet werden, bei denen zum Teil deutlich jüngere Menschen betroffen sind.

Auf der Basis von Krebsregisterdaten aus Frankreich und Amerika gehen Mediziner davon aus, dass die Zahl der Darmkrebserkrankungen im Alter unter 50 Jahren seit Anfang der 1990er Jahre jährlich um etwa 1,5 Prozent zunimmt. Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen.

Da sich Darmkrebs schleichend entwickelt bleibt er in vielen dieser Fälle lange Zeit unbemerkt. Hinzu kommt eine nicht zu unterschätzende Dunkelziffer von Fehldiagnosen, weil bei den jungen Patienten häufig keine typischen Symptome zu verzeichnen sind. Die Heilungschancen hängen jedoch sehr von einer frühzeitigen Diagnose ab.

Es ist bekannt, dass erbliche und familiäre Belastung Risikofaktoren für Darmkrebs in jungen Jahren sind. Doch damit allein ist der Anstieg der Erkrankungszahlen nicht zu erklären. Als weitere Ursachen werden Änderungen in der Lebensführung, veränderte Ernährungsgewohnheiten und die Zunahme von chronischen Stoffwechselerkrankungen bei jungen Menschen diskutiert. Solange die Ursachen unklar sind, kommt es vor allen Dingen darauf an, diese Patienten frühzeitig zu erkennen und zu therapieren.

Quelle im Internet: http://www.magen-darm-aerzte.de

Zertifizierung Koloskopie 2016

Dr. med. Manfred Schmidt nimmt erfolgreich an der freiwilligen Zertifizierung der Darmspiegelung durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayern teil. Damit wird auch für 2016 wieder seine Erfahrung durch mindestens 200 Darmspiegelungen pro Jahr sowie der regelmäßige Nachweis einwandfreier Hygiene bestätigt.

Darmkrebs: Niemand ist gefeit – jeder kann etwas tun!

„Vor Darmkrebs ist niemand sicher“, warnt Dr. Jens Aschenbeck, der Darmkrebsexperte des Berufsverbands niedergelassener Magen-Darm-Ärzte, „aber jeder hat es in der Hand, sich so gut wie möglich davor zu schützen.“

Darmkrebs gehört zu den wenigen Tumorerkrankungen, die durch Vorsorge mit großer Zuverlässigkeit verhindert werden können, weil im Zuge der Darmspiegelung Polypen entfernt werden, aus denen ein bösartiger Tumor hervorgehen könnte. In den seltenen Fällen, in denen im Rahmen der Untersuchung eine Darmkrebserkrankung entdeckt wird, bedeutet die frühzeitige Erkennung große Chancen auf Heilung.

Jeder Bundesbürger trägt ein Risiko von etwa sechs Prozent, im Laufe seines Lebens Tumoren im Darm zu entwickeln. Dieses Risiko hängt von einer Reihe von Faktoren wie genetischen Vorbelastungen, Umwelt- und Verhaltenseinflüssen ab. Da Darmkrebs einen schleichenden Verlauf hat, bemerken die Betroffenen oft lange nichts davon. Doch umso früher der Darmkrebs entdeckt wird, desto besser die Heilungschancen.

Quelle im Internet: www.bng-gastro.de

Volkskrankheit Divertikel – Lassen Sie sich von Ihrem Facharzt beraten

Divertikel sind Veränderungen der Darmwand und treten vor allem im Dickdarm auf. Im Laufe des Lebens sind sie mit zunehmendem Alter bei vielen Menschen anzutreffen. Meistens sind sie harmlos und werden gar nicht bemerkt. Manchmal führen sie zu schmerzhaften Beschwerden, die angemessen behandelt werden müssen.

Zwingende Gründe, sich beim Hausarzt vorzustellen, sind z. B. anhaltende Unterbauchschmerzen, insbesondere wenn sie mit Blut im Stuhl oder Stuhlveränderungen  einhergehen. Der Hausarzt kann am besten beurteilen, ob eine genauere Untersuchung erforderlich ist. Er überweist zum niedergelassenen Magen-Darm-Arzt, der die Diagnose stellt und den Patienten individuell über geeignete Maßnahmen berät. Nur in schweren akuten Fällen führt der Weg direkt ins Krankenhaus.

Leichtere Fälle lassen sich oft gut mit einer Stuhlgangsregulierung und Ernährungsumstellung behandeln. Antibiotikatherapie und Operation sind nur in komplizierteren Fällen angezeigt. Der niedergelassene Magen-Darm-Arzt beurteilt, welche Therapie die richtige ist.

Quelle im Internet: http://www.magen-darm-aerzte.de

Morbus Crohn durch Immundefekt in der Darmbarriere

Die chronisch entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn führt zu schubweisen Entzündungen der Darmschleimhaut. Die betroffenen Patienten leiden neuen Erkenntnissen zufolge unter einer Störung der körpereigenen Immunabwehr in der Darmwand. Deshalb können Darmbakterien dort eindringen und eine Entzündung auslösen.

Obwohl sich das Verständnis und die Therapiemöglichkeiten chronisch entzündlicher Darmerkrankungen gerade in letzter Zeit immens weiterentwickelt haben, ist Morbus Crohn leider immer noch wenig bekannt und wird oft lange nicht erkannt. Morbus Crohn-Patienten leiden häufig unter unspezifischen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Blutarmut oder Müdigkeit. Aufgrund der Beschwerden neigen sie dazu, sich zurückzuziehen und werden von ihrem Umfeld schnell als Hypochonder abgestempelt.

Dabei können bei adäquater Betreuung die Patienten zwar nicht geheilt werden, aber ihre Beschwerden sind beherrschbar. Mit spezialisierten Kenntnissen entsprechender Gastroenterologen ist die anspruchsvolle medikamentöse Einstellung möglich.

Quelle im Internet: http://www.magen-darm-aerzte.de

Darmspiegelung ist zuverlässig – mindestens 5 Jahre Sicherheit

Mindestens fünf Jahre hohe Sicherheit: Nach einer befundfreien Vorsorge-Koloskopie ist die Wahrscheinlichkeit einer Darmkrebserkrankung für lange Zeit äußerst gering. „Dieses Ergebnis einer aktuellen Studie bestätigt erneut, dass die Darmspiegelung ein sehr zuverlässiges Verfahren für den Ausschluss einer Darmkrebserkrankung ist“, betont der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Franz Josef Heil.

„Wer gleich zur Darmspiegelung geht“, so Dr. Heil, „hat den Vorteil einer echten Vorsorge, weil im Zuge der Untersuchung gleich alle verdächtigen Veränderungen der Darmschleimhaut behandelt werden können. Auf diese Weise kann frühzeitig verhindert werden, dass Darmkrebs überhaupt erst entsteht.“

Quelle im Internet: http://www.magen-darm-aerzte.de