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Herzinfarkt? Am besten vorbeugen!

Ein aktueller Online-Artikel des Magazins „GEO“ weißt darauf hin, dass sich 75% der Herzinfarkte recht einfach vermeiden ließen. Neben den klassischen Risikofaktoren, wie Rauchen, Übergewicht, zuwenig Bewegung und unausgewogene Ernährung,  wird dort auch der Einfluss psychischer Belastungen transparent gemacht. Und die Botschaft ist für alle gleich: Vorbeugen ist besser als Nachsorgen.

Speziell zur messbaren Wirkung von Entspannung bei Patientinnen und Patienten nach einem Herzinfarkt, ist unsere Studie zu HRV-Biofeedback nun in der Schlussphase angelangt. Falls auch Sie etwas für Ihre Herzgesundheit nach einem Infarkt tun wollen, melden Sie sich jetzt: Es sind nur noch 10 Plätze frei.

Warum Biofeedback zur Herzratenvariabilität (HRV)?

  • Neben einer bewussten Ernährung, Nikotinverzicht, Sport & Co. werden Entspannungsverfahren zwar bei koronaren Herzkrankheiten empfohlen, aber außerhalb der Reha-Einrichtungen selten systematisch praktiziert.
  • Eine hohe Herzratenvariabilität (HRV) geht mit einem deutlich niedrigerem Risiko, dass ein erneuter Infarkt auftritt, einher.
  • Mit Biofeedback werden Verfahren bezeichnet, die dem Nutzer bisher unbewusste oder unwillkürliche Reaktionen des Körpers z. B. visuell zurückmelden. Mit einem mobilen Trainingsgerät kann beim HRV-Biofeedback so die Veränderung der Herzrate durch grünes oder rotes Leuchten sichtbar gemacht werden.

Wie funktioniert HRV-Biofeedback?

Wie viele andere Entspannungsverfahren basiert HRV-Biofeedback auf einer ruhigen Atmung. Das handtellergroße Biofeedback-Gerät gibt durch ein Licht die optimale Atemfrequenz vor. Gleichzeitig errechnet das Gerät aus dem Puls, wie stark der Abstand zwischen den Herzschlägen schwankt. Je nach Höhe der so gemessenen Herzratenvariabilität, leuchtet die Kugel rot oder grün. Diese Rückmeldung beschleunigt den Lernprozess, so dass in vergleichsweise kurzer Zeit Erfolge erzielt werden können. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister! Dreimal täglich sollten fünf Minuten trainiert werden – egal ob zuhause, im Büro oder im Zug.

Was kann ich tun, um mehr zu erfahren?

Um die Machbarkeit und die Wirkung des HRV-Biofeedbacks für Patienten nach einem Herzinfarkt zu überprüfen, führen wir mit der Otto-Friedrich-Universität eine wissenschaftliche Studie durch. In deren Rahmen ist es möglich das Entspannungsverfahren kostenfrei zu erlernen, mit dem Trainingsgerät 12 Wochen zu üben und individuelle Rückmeldung über die Ergebnisse und weitere Gesundheitsparameter zu erhalten. Natürlich ist die Teilnahme kostenfrei. Genauere Infos und ggf. einen Termin erhalten Sie unter 0911 32 38 440.

Herzinfarktvorsorge – unnötige invasive Tests vermeiden

Eine Ende August vorgestellte Studie bestätigt den Nutzen von CT-gesteuerten Koronarangiografien: Bei Patienten, die nach der herkömmlichen Vorgehensweise auf dem Kathedertisch landen, zeigen sich in zwei von drei Fällen keine obstruktiven Stenosen. Dieser Erkenntnis stellt die sog. CONVERSE-Studie eine vorgeschaltete computertomografische Untersuchung des Herzens gegenüber. Diese CT lässt Gefäßverengungen mit einer Sensitivität von 95 bis 99 % erkennen. Auch wenn sich dadurch die Prognose der KHK-Patienten nicht verbessert, konnte aber die Zahl der invasiven Koronarangiografien um beachtliche 78% verringert werden. Vielen Patienten blieb in der Folge eine unnötige Kathederuntersuchung erspart. Damit gehen auch immense Einsparungen bei den Kosten einher: In der Studie konnten die Kosten halbiert werden, was im Hinblick auf die recht hohe Zahl an Koronarangiografien in Deutschland auch hierzulande großes Potenzial birgt.

Ob sich das Vorgehen künftig auch in den Leitlinien etablieren kann und dort die Belastungsbildgebung als Eingangsuntersuchung vor invasiven Angiografien ersetzt, wird derzeit noch diskutiert. Die CT-Angiografie ist trotz aller Vorteile mit einer Strahlenbelastung für den Patienten verbunden. Dank der enormen technischen Weiterentwicklung der Computertomografen ist diese bei neueren Geräten mit der natürlichen jährlichen Strahlenbelastung vergleichbar und beträgt nur noch zwischen 1 und 3 mSv, in Einzelfällen sogar weniger.

Die neue Studie unterstreicht damit die Relevanz unserer Vorsorgeinitiative „Kampf dem Herzinfarkt“. Die Verhinderung von Herz- und Kreislauferkrankungen ist oberstes Ziel dieser von Dr. Martin Laser gegründeten Intitiative. Die Computertomographie erkennt auch minimalste Verkalkungen der Herzkranzgefäße, so genannte atherosklerotische Plaques. Diese bedeuten nicht unbedingt eine Verengung der Herzkranzgefäße. Aber: Plaques können plötzlich aufreißen und zu einem kompletten Gefäßverschluss führen, was in den meisten Fällen die Ursache für einen Herzinfarkt ist. Die Messergebnisse werden ausgewertet (Kalkscore) und im Anschluss mit Alter, Geschlecht und weiteren Risikofaktoren des Patienten verknüpft. So kann eine ganz individuelle Risikoeinschätzung getroffen werden. Darauf baut eine exakt auf dieses Profil abgestimmte Therapie auf.

Da die meisten Herzinfarkte ohne Vorwarnung auftreten, ist die CT-Untersuchung beim Vorliegen von Risikofaktoren oder Hinweisen auf eine Arterienverkalkung (z. B. der Karotis) bereits ab ca. 40 Jahren sinnvoll. Außerdem kann sie gut in Programme zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge integriert werden. Sprechen Sie uns an!

Quellen: